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Interview mit Tanja Bergner, Anlagenmechanikerin SHK

arbeiten bei der Herbert Gruppe
Guten Tag, Frau Bergner. Sie sind gelernte Anlagenmechanikerin für Sanitär, Heizung und Klimatechnik. Das ist eine technisch besonders vielseitige Ausbildung und echte Männerdomäne. 2015 gab es 11.358 Ausbildungsanfänger bei den Anlagenmechanikern SHK in Deutschland, darunter gerade einmal 141 weibliche Ausbildungsanfänger, das sind 1,2 %. Wie kommt man als junge Frau dazu, eine solche Ausbildung zu beginnen, und wie hat Ihre Familie darauf reagiert?

In meiner Familie haben alle etwas mit dem Bau zu tun. Es gibt Elektriker, Maurer, Dachdecker und meine Mutter ist Architektin. Mit mir gibt es nun eben auch eine SHK-Anlagenmechanikerin. Wir haben als Familie bereits ein Haus gebaut, wo ich viel mitgearbeitet habe. Dass ich dann auch einen Beruf in dieser Richtung ergriffen habe, war nur folgerichtig. Niemand aus der Familie hat sich über meinen Berufswunsch gewundert.

Was lernt man in der Ausbildung?

Die Ausbildung vermittelt das handwerkliche Knowhow zur fachgemäßen Montage von Sanitär sowie Heizung und Lüftung. Wir sind am Bau die Spezialisten für Wasser, Wärme und Luft. Das sind drei technisch umfangreiche Bereiche, die eigentlich jeder für sich ein eigenes Handwerk ausmachen. Die Ausbildung umfasst insgesamt 15 Lernfelder. Und dort lernt man dann über die technischen Teile hinaus z. B. auch, was es beim Umgang mit Kunden zu beachten gibt oder welche unterschiedlichen Vorschriften und Anforderungen für den Privatbereich im Unterschied zum Gewerbebereich existieren. Durch mein Fachabitur konnte ich die allgemeine Ausbildungszeit von 3,5 Jahren auf 2,5 Jahre verkürzen.

Wie vielen SHK-Anlagenmechanikerinnen sind Sie bisher begegnet?

Das ist überschaubar. Bisher bin ich nur einer begegnet. Das war eine Meisterin, die zum Prüfungsausschuss gehörte, als ich Gesellinnenprüfung hatte. Soweit ich weiß, gibt sie nun manchmal in Darmstadt auch Ausbildungsseminare.

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Warum haben Sie sich für eine Ausbildung bei Herbert entschieden?

Ich bin auf Herbert im Internet gestoßen. Ich kannte die Firma vorher noch nicht. Und ich fand es gleich sehr attraktiv, dass Herbert ein recht großer Betrieb ist. Denn gerade die Ausbildung im SHK-Handwerk ist so vielseitig, dass man mit allen drei technischen Bereichen wirklich nur in einer entsprechend großen Firma in Kontakt kommt. Ein kleiner Handwerksbetrieb spezialisiert sich meist auf ein oder zwei Gewerke. Bei Herbert konnte ich aber wirklich in Sanitär, Heizung und auch Klimatechnik praktische Erfahrung sammeln.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag im Privatkundenbereich nun aus?

Morgens um sieben geht es in der Regel damit los, dass wir uns für die anstehenden Aufträge das Material und Spezialwerkzeug im Materiallager bei Herbert abholen und den Wagen damit bestücken. Um acht sind wir dann beim ersten Kunden. Je nach Arbeitsumfang fahre ich Einsätze alleine oder mit Kollegen. Zum Protokollieren des gesamten Kundeneinsatzes steht mir ein mobiler Rechner zur Verfügung. Der Kunde unterschreibt direkt auf dem Touchscreen. Und der Rechner sendet die Daten an das Herbert-Netzwerk. Darüber bin ich mit meinen Kollegen vernetzt, und wir können alle sehr schnell reagieren, wenn es z. B. an einer Baustelle mal einen Engpass gibt.

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Welche Nachteile oder auch Vorteile haben Frauen in Ihrem Beruf gegenüber männlichen Kollegen?

Es gibt schon den körperlichen Nachteil, dass Männer einfach stärker sind. Spätestens beim Heben von Heizkörpern macht sich das bemerkbar. Als Frau in diesem Beruf darf man jedenfalls nicht zu den ganz Zarten gehören. Man muss wirklich anpacken können und das auch wollen.

Meine Kollegen nehmen bei den sehr schweren Sachen aber schon etwas Rücksicht. Hier ist die Mitarbeiterzahl der Firma Herbert auch einfach wieder von Vorteil. Denn dadurch kann bei der Zuteilung der Kundenaufträge mehr darauf eingegangen werden, dass die körperlich sehr anstrengenden Aufträge von männlichen Kollegen ausgeführt werden. Generell muss man aber auch sagen, dass es zunehmend mehr Hilfsmittel gibt, die uns die körperliche Arbeit erleichtern. Auf dem Gebiet hat sich in den letzten zehn Jahren viel verändert, und es wird auch in Zukunft immer mehr Werkzeuge und Hilfsmittel geben, um die körperlichen Belastungen zu reduzieren.

Ich denke, Frauen haben aber durchaus auch Vorteile. Zum einen im Umgang mit Privatkunden. Wenn ein Handwerkertermin ansteht, bleiben ja meistens die Ehefrauen Zuhause. Die reagieren sehr positiv überrascht, wenn sie einer weiblichen Installateurin die Tür aufmachen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich vielleicht eher mal um Hilfe bitten kann, wenn ich Unterstützung durch einen Kollegen oder auch durch einen Handwerker einer anderen Firma brauche. Umgekehrt sehe ich oft Handwerker auf Baustellen, die um jeden Preis jeden Handgriff alleine machen wollen. Auch dann, wenn ganz klar ist, dass es im konkreten Fall zu zweit besser zu bewerkstelligen ist. Man sollte sich nicht schämen, auf Hilfe zurückzugreifen, wenn die Arbeit dadurch besser funktioniert.

»Ein Kunde hat mir meinen Job eindeutig nicht zugetraut.
Hinterher war er positiv überrascht.«

Sind Ihnen Kunden auch schon mit negativen Vorurteilen gegenüber einer weiblichen Installateurin begegnet?

Bisher habe ich das nur einmal erlebt. Dieser Kunde hat mir meinen Job eindeutig nicht zugetraut. Hinterher war er aber positiv überrascht.

Was würden Sie einer jungen Frau raten, die sich für den Beruf interessiert?

Lange Fingernägel sind natürlich fehl am Platz. Handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit und technisches Verständnis sollte man mitbringen, genauso wie Eigenständigkeit. Das gilt aber für Männer ebenso. Und sie sollte schon darauf achten, einen großen Ausbildungsbetrieb zu wählen. Denn, wie ich schon sagte, fand ich es bei Herbert ganz toll, dass ich hier auch die Vielseitigkeit der Ausbildung wirklich praktisch kennenlernen konnte. Ein großer Betrieb kann da einfach eine bessere Ausbildungsqualität gewährleisten.

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Tim Kneusels​
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